Heute war kein toller Tag 😕 aber fangen wir von vorne an.
Wie immer ging es frühs los, da Frühstück wieder inklusive war, war dies mein erster Gang.

T hatte seine Milch nicht getrunken, wuuhuu!
Draußen konnte ich noch eine schöne Aufnahme von meiner Unterkunft machen.

Anfangs war es sehr kühl und holprig, aber irgendwann wurde es ideal, kräftige Brise, passende Temperatur, blauer Himmel glatter Weg und schöne Umgebung.

Ich erreichte Alvaiázere. Die Rumänien war gestern bis hierhin gegangen zum übernachten, also 5 km weiter als ich. Als wir uns gestern verabschiedeten hatten wir aber bereits festgestellt, dass wir heute beide nach Algorve wollten.
So ging es erstmal weiter.

In Venda do Negro sah ich dann den Zubringer von der Nebenroute über Fatima.

Bereits durch das auf und ab kam ich bereits nur langsam voran. Nun kam hinzu, dass die Pfade auch noch unwegsam wurden.

Mit meinen lädierten rechten Fuß war das die reinste Schinderei.
Die etwas malerischen Abschnitte mit moosbehangenen alten Mauern konnte das nur schwerlich ausgleichen.


Irgendwann erreichte ich Ansião. Ebenfalls ein sehr schöner Ort. Ich machte nochmal eine letzte Pause vor der finalen Etappe.


Kurzer Einschub : ihr erinnert euch, dass ich beim Weg nach Santarem gekniffen hatte und mit der Bahn gefahren war? Ich hatte mich ja gestern mit der Frau aus Rumänien ausgetauscht. Sie war quasi den Tag identisch gelaufen wie ich, nur das sie durchgezogen hatte. Auf diesen 16 km Durststrecke hatten zweimal Autos angehalten und sie mit Wasser versorgt. Sie hat dort rund 4 Liter Wasser getrunken und war erst um 18 Uhr in Santarem angekommen.
Irgendwann war ich fertig mit essen und ging so meine Weges, noch 10 km und bereits recht spät, aber zumindest nicht brütend heiß, also alles gut. Nach circa 2 km erreiche ich den Ortsrand und ein Rettungswagen mit Blaulicht stand auf dem Weg. Nun gut etwas eng, aber ich pass schon vorbei.
Nichtsahnend wagte ich einen vorsichtigen Blick hinein und musste feststellen, dass die Frau aus Rumänien behandelt wurde. Ihr linker Arm war mit Schienen und einem Verband stabilisiert. Keine Ahnung was passiert war. Die Rettungskräfte waren gerade dabei zusammen zu packen und vermutlich in ein Krankenhaus zu fahren, ich konnte nicht mehr mit ihr sprechen. Ich kann nur spekulieren, dass sie gestürzt war. 😕
Mit dem Arm wird sie vermutlich nicht weiter laufen können. Als sie mich sah lächelte sie. Ich hoffe ich konnte ihr mit meiner Anwesenheit zumindest noch eine kleine Freude bereiten.
Schweren Herzens blieb mir nichts als weiter zu laufen. Das wird mich noch eine ganze Zeit begleiten.
Jetzt bin ich hier in Alvorge. Bettwanzen habe ich keine entdeckt. Brutto waren es 33,1 km. Noch ein kleiner Snack. Mal schauen wohin es morgen geht.
Ergänzung : Es ging danach noch weiter nach Ribeira de Alcalamouque, mehr dazu im Eintrag zu Tag 8.