Der Morgen begann wieder sonnig. Passend dazu begegnete mir auf der Straße eine (Sonnen-)Gottesanbeterin (Insekt des Jahres 2017) 😅

Heute hieß es schnell zu sein damit ich rechtzeitig da bin um ein Bett zu bekommen, so zumindest meine Panik. 

Wie es der Zufall wollte traf ich T unterwegs wieder. Er läuft heute nur 15 km und morgen ebenfalls weniger als ich. Somit dürfte das heute unser letztes Gespräch gewesen sein nachdem wir uns vor 2 Wochen kennen gelernt haben. Ich hätte nicht gedacht jemanden so lang immer wieder zu treffen auf dieser Strecke. Hat mich auf jeden Fall gefreut ihn nochmal zu sehen und auf Wiedersehen sagen zu können.

Wenn man in Santiago seine Compostela holt wird darauf der lateinische Name notiert, in meinen Fall Silvium. Würde mich interessieren was sie bei ihm schreiben 😅. 

Er machte dann eine Pause und für mich ging es entlang eines Industriegebietes. Es hätte auch eine Alternative drumherum gegeben, aber diese wäre länger und sicherlich auch holpriger. 

Nach diesem unschönen Anblick gönnte ich mir dann doch noch eine Mikropause mit Mikrofrühstück, aber danach ging es hurtig weiter. 

Unterwegs begegnet man nun immer häufiger Kilometersteinen. Den einen hätte man doch nun wirklich 1 Meter weiter vorne platziert haben. 

Das ganze wurde noch getoppt durch die Nichtexistenz eines 100 km Steines. 

Somit bin ich nun wirklich auf den letzten 100 km. Die Pilgerdichte hat nochmal ein wenig zugelegt aber bei weiten nicht so schlimm wie in Sarria auf dem Francés, schön ist es dennoch nicht. 

Gegen 12 Uhr war ich dann am Ziel. Die Unterkunft wurde von einem benachbarten Restaurant verwaltet. Dort hieß es dann warten denn die Öffnungszeiten beginnen offiziell erst um 13 Uhr. 

Natürlich war meine Sorge am Ende vollkommen unbegründet, aber man weiß ja nie 🤷 

Das ganze habe ich mir dann mit einem umfangreicheten Lunch vergönnt. 

Am Ende bin ich bei 24,4 km brutto rausgekommen. 

Für Santiago habe ich gestern auch noch ein Zimmer gebucht. Damit ist jetzt alles durchgetaktet. Morgen kommt nochmal die letzte große Hürde. Mir stehen 30 km mit sehr vielen Höhenmetern in beide Richtungen bevor. Galicien ist nun mal sehr hügelig.